Abschied Peter-Heinz und Eddy

Abschied Peter-Heinz und Eddy

Peter-Heinz Güttes steht im Stadtsaal an der Theke und ringt mit sich und seinen Gefühlen: „Das war’s“, sagt er. Das Kratzen in seiner Stimme ist nicht zu überhören. Vor wenigen Minuten hat der Prinz des Jahres 1974 zum letzten Mal mit seinen Freunden des Frechener Ex-Prinzenballetts auf der Bühne gestanden.

Nach über 25 Jahren ist Schluss. Und mit Güttes hörtauch Eddy Gatzweiler auf. Unvergessen werden seine Auftritte zum Beispiel in der Rolle der

Milva bleiben. Peter-Heinz Güttes, Gründer des Ex-Prinzenballetts, erinnert sich: 1978 hatte alles angefangen. Damals war Karl-Hanns Körbel Prinz Karneval in

Frechen. „Und wir wollten für die Proklamation ‚mal was Besonderes machen. Uns auch ein bisschen selbst auf dieSchippe nehmen“, erzählt Peter-Heinz Güttes von den Anfängen. Bei Lutz Zeiler auf der Kegelbahn trafen sich die Ex-Prinzen damals zum Stammtisch, hier wurde die Idee geboren: „Aber nicht alle waren direkt begeistert. Fünf oder sechs haben anfangs nur mitgemacht“, erinnert sich Güttes. Peter Flohr war dabei, Walter Halm und auch Klaus- Robert Bahr. Eddy Gatzweiler, selbst Prinz des Jahres 1965, kam 1982 hinzu. Dank seines schauspielerischen Talents ohne jeden Zweifel ein absoluter

Gewinn für das Ex-Prinzenballett. Eddy Gatzweiler wurde schnell zu einem der Stars der Truppe. Neben Peter-Heinz Güttes war er zum Schluss der Ex-Prinz mit der längsten Balletterfahrung . Nun also hören die beiden auf. Die Frechener Närrinnen und Narren werden sie vermissen, keine Frage. Unvergessen bleibt ihr letzter gemeinsamer Auftritt während der diesjährigen Seniorensitzung: „Rot, rot, rot sin all die Rosen – Rosen, die ich an Dich verschenke…

Das machen wir nur für unsere Senioren

Das machen wir nur für unsere Senioren

Über 600 Gäste im vollbesetzten Stadtsaal Ex-Prinzen begeistern die Jecken mit ihrem Auftritt.

„Das hat es in dieser Form in Frechen noch nie gegeben“, sagte Horst Winkelhag, Präsident der Prinzengarde. Karnevalistische Veranstaltungen für Senioren haben in Frechen Tradition. „Es wurden Frühschoppen oder bunte Nachmittage für unsere ältesten Mitbürger veranstaltet.

Aber das hier hat die Dimensionen einer klassischen Prunksitzung“, meinte Winkelhag, der die siebenstündige Sitzung moderierte. Die Gäste mussten keinen
Eintritt zahlen. Auch das hat in Frechen gute Tradition. Die Bunt kostümiert und bei allerbester Stimmung feiert über 600 Gäste der Frechener Seniorensitzung im Stadtsaal. Gemeinsam mit einer Reihe von Sponsoren hatte die Prinzengarde ein mehr als siebenstündiges Programm zusammenstellt.

Karten nach Absprache mit den Sponsoren und dem Sozialamt an die städtischen Einrichtungen für Senioren verteilt. Die Nachfrage war riesig. 650 Karten wurden vergeben. 800 wäre die Organisatoren auch quitt geworden. Vor allem der Koch der Garde, Rudi Schildan, hatte alle Hände voll zu tun. Denn die Prinzengarde versorgte die Gäste ihrer Sitzung kostenlos mit Erbsensuppe.

Frisch aus der vereinsinternen Gulaschkanone. Und das Ballett der Frechener Ex-Prinzen stand zum erstenmal in 27 Jahren zweimal während einer Session auf der Bühne. Eigentlich tritt dieses Ballett nur im Rahmen der Prinzenproklamationen auf. Für die Frechener Senioren hatten die Ex-Prinzen diesmal eine Ausnahme gemacht. „Das machen wir nur für die alten Frechener und niemanden sonst“, betonte Hannes Kassel, Präsident der Traditionsgemeinschaft.

„Ich finde das toll hier. Schön, dass die Prinzengarde so etwas für die älteren Menschen macht“, meinte Hildegard Köllen. Und sie würde sich freuen, falls in der nächsten Session wieder etwas in dieser Form für die Senioren der Stadt veranstaltet würde.

Die beiden Ex-Prinzen Stephan Rösche (10 und Hans Wahl als Mitglieder bei Beinahe-Kult-Band„Frechener Kipchen“. Frechen (mg).
Noch zwei Ex-Prinzen auf der Bühne: Hefmut Koch (li) und Dieter Päffgen: „Ich hab‘ mich tausend mal gewogen…“

Ausverkauftes Haus

Ausverkauftes Haus

Ex-Prinzen feiern vor ausverkauftes Haus

Ausverkauftes Haus und ausgelassene Stimmung im Stadtsaal Frechen sorgten für eine gelungene Premiere bei der ersten Sitzung der Traditionsgemeinschaft
Frechener Prinzen. Dieses Jahr feiert die Traditionsgemeinschaft Frechener Prinzen ihr 50-jähriges Jubiläum. Aus einer Stammtischrunde im Jahre 1960
entstanden, wuchs und wächst die Gemeinschaft mit jedem Jahr.

Farbenfrohe Kostüme und gut gelaunte Besucher sahen ein facettenreiches Karnevalsprogramm im liebevoll dekorierten Stadtsaal. Neben 17 Ex-Prinzen kamen auch Reiner „Calli“ Calmund und der ehemalige Schalker Präsident Günther Eichberg – auch als Sonnenkönig bekannt – als Ehrengäste zur Veranstaltung. Apropos Calli: Für den gab es bei der Sitzungein freudiges Wiedersehen mit seinen beiden Töchtern Sandra und Andrea. Arm in Arm schunkelten die drei. Günther Eichberg und Bürgermeister Hans-Willi Meier wurden im Verlauf der Sitzung zu Ehrensenatoren der Traditionsgemeinschaft ernannt.

Die Veranstaltung war eine Idee der Ex-Prinzen einmal eine etwas andere Sitzung zu organisieren. Das Sitzungsprogramm konnte sich sehen und hören lassen. Direkt zu Anfang marschierten die Gleueler Funken Rot Weiss ein und sorgten für mächtig viel Dampf auf der Bühne. Doch nicht genug damit. Für das Publikum gab es kaum eine Verschnaufpause. ‚Die 2 Schlawiner‘ und viele andere sorgten für viel Bewegung der Lachmuskeln. ‚Bruce Kapusta‘ mit seiner Trompete versetzte die Jecken zwischenzeitlich fast in eine Art Trance Zustand und verstand es auf seine Weise die Jecken in eine echte „Fünfte Jahreszeit“ zu versetzen.

Als Marita Köllner, alias ‚Et Fussich Julche‘ dann auf den Tischen der Gäste tanzte, gab es für die Mehrzahl der Kostümierten kein Entkommen mehr. Stimmung pur! Senats- und Sitzungspräsident Hannes Kassel war am Ende der Sitzung mehr als zufrieden: „Allein das Spendenaufkommen, sowie die Begeisterung der Besucher waren riesengroß. Da hat sich wieder einmal gezeigt, dass sich von der Idee bis zur Umsetzung das Konzept der Veranstaltung und der Energieeinsatz gelohnt haben.“ Als gegen Mitternacht dann Olaf Henning die Bühne betrat und mit seinen neuen und alten Hits vor allem die Frauen von den Stühlen riss, tanzten plötzlich ausgelassene Jecken hinter ihm auf der Bühne. Der komplette Saal wurde zum Tanzparkett. Selbst den gesamten Elferrat hielt es am Ende nicht mehr auf den Stühlen. „So macht Karneval richtig Spaß“, schwärmten die Organisatoren am Ende der Veranstaltung gegen drei Uhr früh. Schon vor der Sitzung war Franz-Josef Gatz – seit vielen Jahren spendierfreudiger Gönner der Ex-Prinzen, als Ehrenmitlgied in die Traditionsgemeinschaft aufgenommen worden. Und weil es offensichtlich allen Beteiligten so gut gefallen hat, werden die Ex-Prinzen auich im kommenden Jahr wieder eine Sitzung auf die Beine stellen. Der Termin steht schon fest: 8. Januar 2011.

Ex-Prinzen sagen “Danke!”

Ex-Prinzen sagen “Danke!”

Frechener Ex-Prinzen sagen auf Schloß Gymnich “Danke!”

Wenn sich die Frechener Ex-Prinzen bei Freunden und Gönnern bedanken möchten, ist ihnen kein Weg zu weit. Und so führte sie ihr Weg diesmal nach Gymnich aufs Schloss. Denn Manfred Diel und Wilfried Vogt, die beiden neuen Schlossherren, zählen schon seit vielen Jahren zu den eifrigsten Unterstürzern der Traditionsgemeinschaft.

Nun als0 feierten die Frechener Ex-Pfinzen dort gemeinsam mit Freunden einen zünftigen Herrenabend. Zunächst sorgten Spanferkel und Bratkartoffeln, Crepes und Orangenfilet und Vanilleeis, sowie eine kleine Käseauswahl für die richtige Grundlage. Dann stimmten die Erftland-Fanfaren auf den gemütlichen Teil des Abends ein. Der fand im Gewölbebekeller statt, wo Ex-Prinzen-Präsident Hannes Kassel Punkt 22.04 Uhr Marscherleichterung verordnete. Schlips aus Sakko aus, Ärmel hochkrempeln. Themen des Abends: Wann und wo findet die Prinzenproklamation statt? Wer übernimmt den Vorstand bei den Ex-Prinzen, wenn Hannes Kassel, Peter-Heinz Genas und Eddy Gatzweiler vom kommenden Jahr an kürzer treten wollen? Und; wird der bereits angekündigte Nachwuchs von Prinz Frank Bremer und Tanja Winkelhag ein Prinz oder eine Prinzessin? Wirklich verlässliche Antworten auf diese Fragen gab es allerdings kaum. Nur soviel konnte FK-Präsident Christian Brav verkünden: Die Proklamation findet statt. Am 7. Januar 2006.